Patrick Schlösser

Mit großer Trauer haben wir die Nachricht von Regisseur Patrick Schlössers frühem Ableben erhalten.

Wir schätzten Schlösser, der seit der Spielzeit 2006/2007 am Schauspielhaus sechs Inszenierungen auf die Bühne gebracht hat, als wertvollen Kollegen und fühlten uns ihm freundschaftlich verbunden. Unsere Gedanken sind bei allen, die ihm nahe standen und ihn ebenso vermissen werden, wie wir das tun.

PATRICK SCHLÖSSER

Schlösser, geboren 1971 in Bitburg/Rheinland-Pfalz, studierte Anglistik, Theater- und Musikwissenschaften in Mainz, bevor er 1993 Regieassistent am Staatstheater in Mainz unter Intendantin Anna Badora wurde. Mit Badora wechselte er nach Düsseldorf und assistierte u.a. bei den Regisseuren Wilfried Minks und Einar Schleef. Ab 1999 arbeitete er als Regisseur, von 2000 bis 2002 als fester Hausregisseur am Schauspielhaus Bochum (bei Intendant Matthias Hartmann). Nach 2002 gastierte er u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, am Theater Basel und am Schauspielhaus Graz. Von 2010 bis 2014 war Schlösser als Oberspielleiter für das Schauspiel des Staatstheaters Kassel verantwortlich.

Spielzeit 2014/2015:
In der Saison 2014/2015 führte Patrick Schlösser die Regie bei der Uraufführung Le Passé – Das Vergangene nach dem gleichnamigen Film von Asghar Farhadi.

Spielzeit 2009/2010:
In der Spielzeit 09/10 inszenierte Patrick Schlösser Liebe und Geld von Dennis Kelly am Schauspielhaus Graz.

Spielzeit 2008/2009:
In der Spielzeit 08/09 war Patrick Schlössers Inszenierung von Malina nach Ingeborg Bachmann auf der Probebühne zu sehen.

Spielzeit 2007/2008:
In der Spielzeit 07/08 war unter seiner Regie Thomas Bernhards Am Ziel zu sehen.

Spielzeit 2006/2007:
Am Schauspielhaus Graz inszenierte er in der Spielzeit 06/07 Zwischenspiel und Der Menschenfeind.

Zu Gast im März

Wir freuen uns auf:

Joachim Meyerhoff liest ,,Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ und präsentiert den dritten Teil des „Alle Toten fliegen hoch“ Romanzyklus. (9. März, 19.30 Uhr, HAUS EINS)

Daniel Glattauer beehrt das Schauspielhaus mit satirischen Texten über den Wahnsinn des Alltags und liest „Schauma mal, dann wer ma schon sehen“. (21. März, 19:30, HAUS EINS)

Maria Bill: „QUAND ON N’A QUE L’AMOUR“ – Ein Abend mit den schönsten und bekanntesten Chansons von Jacques Brel. (29. März, 19:30, HAUS EINS)

 

Premieren-Ausblick: DER AUFTRAG: DANTONS TOD und DU (NORMA)

Mit der Französischen Revolution im Hintergrund treffen in ,, Der Auftrag: Dantons Tod“ Heiner Müllers „Der Auftrag“ und Georg Büchners „Dantons Tod“ aufeinander und verhandeln in der Regie von Jan Christoph Gockel das Scheitern politischer Systeme – ab 3. März, 19.30 Uhr, HAUS EINS.

Mit im Gepäck sind wieder Puppen von Michael Pietsch, der bereits in „Merlin oder Das wüste Land“ den kleinen menschlichen Rekonstruktionen Leben einhauchte.

Ums Scheitern geht es auch ab 4. März in der Österreichischen Erstaufführung ,,Du (Norma)“, denn reichlich dramatisch klingt die Geschichte von Norma, der das Schicksal eine Prüfung nach der anderen beschert.

Mit dem typischen Witz des Autors Philipp Löhle werden Situationen geschildert, in denen sich die leidgeprüfte Protagonistin bewähren muss … Regie führt Dominic Friedel, dessen Schauspielhaus-Inszenierung von Ödön von Horváths „Kasimir und Karoline“ für den Nestroypreis 2016 nominiert war. Premiere am 4. März, 20.00 Uhr, HAUS ZWEI

„Einfach kompliziert“: Gerhard Balluch in HAUS DREI

Am 2. Februar feierte „Einfach kompliziert“ von Thomas Bernhard in der Regie von Elena Bakirova Premiere in HAUS DREI. Und das sagt die Presse zum Solo-Abend von Kammerschauspieler Gerhard Balluch:

„Einfach kompliziert‘ als begeisterndes Solo.“ (Daniel Hadler, Kleine Zeitung)

„‚Einfach kompliziert‘ gerät Balluch zu einer eindrucksvollen One-Man-Show, in der er all seine Qualitäten ausspielen kann.“ (Michaela Reichart, Kronen Zeitung)

Weitere Vorstellungen am 14. und 27. Februar, am 2. und 28. März, jeweils 20.30 Uhr, sowie ab April, HAUS DREI

 

Sie möchten Gerhard Balluch auch in einer anderen Rolle erleben?

Dann haben Sie dazu am 11. Februar, ab 20.00 Uhr in HAUS ZWEI die Möglichkeit: Zum letzten Mal wird er sich an diesem Tag Shakespeare nähern und in „Wäre meine Liebe nur ein Kind der Zeit“ sein Publikum mit den Sonetten des Dichters berühren.

Nun kommt Daniel Glattauer persönlich ins Schauspielhaus Graz!

Nun kommt Daniel Glattauer persönlich ins Schauspielhaus Graz!

Nicht nur die viel gelobte „Wunderübung“, das erste eigens für die Bühne geschriebene Stück von Daniel Glattauer, sondern auch eine Lesung des Erfolgsautors gibt es in dieser Spielzeit im Schauspielhaus zu erleben:

Mit „Schauma mal, dann wer ma scho sehn“ ist er am 21. März um 19.30 Uhr in HAUS EINS zu Gast.

Der Autor der Erfolgsromane „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“, liest aus seinen Kolumnen-Büchern „Die Ameisenzählung“, „Die Vögel brüllen“ und „Mama, jetzt nicht“.
Die satirischen Texte über den Wahnsinn des Alltags sind über viele Jahre auf der Titelseite der Tageszeitung „Der Standard“ erschienen und jetzt als vergnüglicher Leseabend im Schauspielhaus zu erleben.

LESUNG am 21. März, 19.30 Uhr, HAUS EINS

 

Presseschau: ,,Einfach kompliziert“

,,Einfach kompliziert“ mit Gerhard Balluch

„‚Einfach kompliziert‘ als begeisterndes Solo. […] Elena Bakirova inszeniert puristisch, lässt es auf der BÜhne bei einer Holzkiste, einer Tür, einem Sessel. Dazwischen arbeitet sich Balluch mit feinem Gespür für Text und Rhythmus ab. Nichts bleibt hier zufällig, nichts ist in diesen eindringlichen 90 Minuten ungewollt beiläufig.“ (Daniel Hadler, Kleine Zeitung)

„Gerhard Balluch spielt Bernhards großen Monolog mit viel Herzblut in HAUS DREI des Schauspielhauses. […] Gerhard Balluch ist in seinem Element. Er spielt mit dem Text, formuliert, moduliert, lässt feine Zwischentöne und zwischendurch auch viel Pathos zu. Er demonstriert ‚königliches Husten‘ ebenso wie eine gewisse Sturheit des Alters. Pendelt zwischen großer Geste und stiller Verzweiflung. […] Carlotta Bonuras Ausstattung liefert dem Schauspieler genau das, was er braucht […] ‚Einfach kompliziert‘ gerät Balluch zu einer eindrucksvollen One-Man-Show, in der er all seine Qualitäten ausspielen kann.“ (Michaela Reichart, Kronen Zeitung)

Weitere Vorstellungen am 14. und 27. Februar, am 2. und 28. März, jeweils 20.30 Uhr, sowie ab April

„Die Wunderübung“ in der Presse

„Die Wunderübung“ fand auch bei den Kritiker*innen großen Anklang:

„Kongeniales Trio: Franz Solar, Johannes Silberschneider und Margarethe Tiesel […] Daniel Glattauers sarkastische Szenen einer brüchigen Ehe im Schauspielhaus Graz. Eine grandiose schauspielerische ‚Wunderübung‘. […] Grandios ist Margarethe Tiesels Mienenspiel. […] die Komödie bietet Johannes Silberschneider die Gelegenheit, erneut zu beweisen, dass er zu den besten, vielseitigsten und wandlungsfähigsten Schauspielern des Landes zählt, mit einem schier unerschöpflichen Reservoir an glaubwürdigsten Ausdrucksmitteln. […] Ein rarer, großer Wortwunderheiler. Ausgezeichnetes, entlarvendes Unterhaltungstheater mit stabiler innerer Haltung, geprägt durch ein kongeniales Trio. Gebührender starker Applaus.“ (Werner Krause, Kleine Zeitung, 6. Februar 2017)

„Regisseur Mario Matthias kann in seiner Version des programmierten, aber schon auch heimtückischen Lachschlagers im Grazer Schauspielhaus noch dazu auf eine Idealbesetzung bauen. Margarethe Tiesel und Franz solar […] brillieren durch Wortakrobatik und Situationskomik […] Eine Zimmerschlacht, ausgetragen mit scharfer Sprachmunition, aber auch einigen überraschenden Kehrwendungen, ist das Ergebnis […] Am Ende viel Beifall.“ (Werner Krause, kleinezeitung.at, 4. Februar 2017)

„Daniel Glattauers ‚Die Wunderübung‘ hält in der Regie von Mario Matthias einen unbeschwerten Abend bereit, an dem sich ein Paar beim Therapeuten die Hölle heiß macht. […] Ein locker-flockiger Abend.“ (Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 6. Februar 2017)

„Das Publikum johlte vor Vergnügen […] Regisseur Mario Matthias sorgte für rasche Dialoge und einen flott gespielten Dauerzwist […] Als in Streit und Versöhnung perfekt aufeinander eingespieltes Ehepaar überzeugten Margarethe Tiesel und Franz Solar, die einander an Trockenheit und Schärfe nichts schuldig blieben. Johannes Silberschneider als Paarberater […] ist eine liebevolle Charakterstudie […] er wirkt menschlich und echt.“ (Kathrin Zehetleitner, APA, 5. Februar 2017)

„Regie führte der junge und talentierte Mario Matthias […] Ein Stück, das man sehen muss […] eine perfekte Aufführung! […] riesen Applaus an Margarethe Tiesel, Franz Solar und Johannes Silberschneider“ (Margarethe Rinnhofer, meinbezirk.at, 4. Februar 2017)

Weitere Vorstellungen am 7., 10. und 17. Februar, am 4., 8., 15., 16., 22. und 25. März, jeweils 19.30 Uhr, sowie ab April

Mehr Details über das Stück HIER.

„Unsere Ehe? Ein Bastlerhit“

„Die Wunderübung“, das erste eigens für das Theater geschriebene Stück des Bestsellerautors Daniel Glattauer, hat am 4. Februar in der Regie von Mario Matthias Premiere. Viel Lachen ist garantiert, wenn sich Margarethe Tiesel und Franz Solar unter den Augen von Johannes Silberschneider einen verbalen Schlagabtausch liefern.

Für das Theater sind die Texte von Daniel Glattauer so etwas wie ein glücklicher Zufallsfund. Denn, so sagt es der gebürtige Wiener, habe er nicht im Traum daran gedacht, dass seine Romane, die mittlerweile in über 40 Sprachen erschienen sind, es jemals auf eine Bühne schaffen würden. Und doch wurde 2007, dem Jahr der Uraufführung des Email-Romans „Gut gegen Nordwind“, schnell klar, dass sich dieser, genau wie der Nachfolgeroman „Alle sieben Wellen“, perfekt für eine theatrale Umsetzung eignen. Beide Romanbearbeitungen wurden auch am Schauspielhaus Graz mit großem Erfolg gezeigt.

Nun folgt Glattauers erste eigens für die Bühne geschriebene Komödie „Die Wunderübung“ in HAUS EINS. Das Stück ist die humorvolle Darstellung einer langjährigen Beziehung, bei der die zutiefst missglückte Beziehungskommunikation den Therapeuten (Johannes Silberschneider) an die Grenzen seiner Kunst bringt: Joana (Margarethe Tiesel) und Valentin Dorek (Franz Solar) haben sich vor 20 Jahren beim Tauchen, in perfekter, wortloser Unterwasserharmonie kennengelernt. Seitdem ist viel Zeit vergangen und inzwischen ist ihre Ehe etwas geworden, was ein Fachmann wohl „erodiert“ nennt: Das wortlose Einander-Verstehen ist empörten Anschuldigungen gewichen. Und deswegen sitzt das Ehepaar Dorek nun in einer Probestunde bei einem Paartherapeuten, der ihre Beziehung von Grund auf reparieren soll …

PREMIERE am 4. Februar, 19.30 Uhr, HAUS EINS
Weitere Vorstellungen am 7., 10. und 17. Februar, am 4., 8., 15., 16., 22. und 25. März, jeweils 19.30 Uhr, sowie ab April

Regie Mario Matthias Bühne und Kostüme Frank Holldack Dramaturgie Jan Stephan Schmieding

Mit Johannes Silberschneider, Franz Solar, Margarethe Tiesel

SECONDHAND-ZEIT für das nachtkritik-Theatertreffen 2017 nominiert!

Tolle Neuigkeiten für das Schauspielhaus Graz!!!

Alia Luques Inszenierung „Secondhand-Zeit – Leben auf den Trümmern des Sozialismus“, aktuell zu sehen in HAUS ZWEI, ist für das nachtkritik-Theatertreffen nominiert!

Nachtkritik.de veröffentlichte eine Vorschlagsliste mit 50 Inszenierungen (samt kurzer Begründung), die von den nachtkritik.de-Korrespondent*innen und -Redakteur*innen als die wichtigsten der letzten zwölf Monate nominiert wurden.

Jede/r Korrespondent*in und jede/r Redakteur*in hatte genau eine Stimme. Nominiert werden konnten Produktionen, deren Premiere im Zeitraum vom 16. Januar 2016 bis 18. Januar 2017 lag.

Von 25. Januar bis 1. Februar 2017 hat man nun die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben!

Wir freuen uns sehr!

Zur Abstimmung geht’s HIER!

Das sagt die Presse zu: „Der gute Gott von Manhattan“

Pressestimmen zu Ingeborg Bachmanns „Der gute Gott von Manhattan“ – aktuell zu sehen in HAUS ZWEI.

„Mathias Lodd und Tamara Semzov glänzen als Jan und Jennifer, die ihre Schichten bzw. Mäntel nach und nach ablegen und sich angstfrei in den Liebestaumel schmeißen. […] Claudia Bossard reüssiert mit einer Bühnenversion des Hörspiels von Ingeborg Bachmann am Grazer Schauspielhaus. Der Text bekommt mit dem Celan-Briefwechsel eine neue Dimension. […]  Hier befinden sich die Brooklyn Bridge, der Central Park oder immer bessere, höher gelegene Hotelzimmer, in die das Paar eincheckt, während ihre Liebe vom Boden abhebt.“
(Colette Schmidt, Der Standard, 16. Jänner)

„Der gute Gott von Manhattan“ als intensives, poetisches Widerspiel zwischen Vernunft und Liebe. Bachmann-Fans kommen auf ihre Kosten. […] Die Schweizer Regisseurin Claudia Bossard, der mit „Lupus in Fabula“ im Vorjahr eine viel beachtete Produktion gelang, geht mit Bachmanns Text behutsam und gleichzeitig fordernd um.“
(Daniel Hadler, Kleine Zeitung, 16. Jänner)

„Ein poetisches  Stück über die Verlorenheit und Unmöglichkeit der Liebe in einer grausam geordneten Welt.“
(Martin Gasser, Kronen Zeitung, 15. Jänner)

„Da ist auf schauspielerische Kompetenz dieser Gruppe zu verweisen, die das innere, retardierende Tempo der Wortbilder an entscheidenden Punkten greift und vermittelt. Höchst aufschlussreich die feine Gestik, mit der vor allem Tamara Semzov das ungewisse Hineintaumeln in diese Beziehung untermalt. Nicht minder denk-würdig der Wandel, den Vera Bommer glaubhaft vollzieht, wenn aus der distanzierten Advokatin die emphatische, brieflesende Bachmann wird. Das ist fein gearbeitet. […] Zu dem Hörspiel gehört natürlich auch die charismatische Soundinstallation von Matthias Grübel.“
(Reinhard Kriechbaum, nachtkritik.de, 14. Jänner)

„Die Darsteller überzeugten durch genaues Sprechen und zurückgenommenes, aber intensives Spiel. Vera Bommer und Nico Link sind die Richter, die das Geschehen beleuchten wollen und agieren präzise und zurückgenommen, beide können mit den Bachmann-Texten hervorragend umgehen. Emotional dagegen das zufällige Liebespaar, lebhaft Tamara Semzov und voll jugendlicher Begeisterung Mathias Lodd. Franz Xaver Zach steht als „Gott“, der eigentlich eher Terrorist oder Mörder ist, über den Dingen und waltet seines Amtes mit ruhiger Gelassenheit.“
(tt.com, APA, 15. Jänner)