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Berührender Tanz für alle Sinne

Voller Leidenschaft und Gefühl begeben sich die jungen Performer*innen in „The Long and Winding Road“ auf eine gemeinsame tänzerische Reise, die Choreograf Darrel Toulon in kraftvolle und sensible Bilder zu übersetzen vermag. Eine intensive Suche nach Identität, nach eigenen und gemeinsamen Geschichten.

Die Int. Bühnenwerkstatt bringt in diesem Jahr zwei junge Tänzer auf der Suche nach Heimat, drei internationale Tänzer*innen sowie die Kinder des Kosovo-Kriegs im heutigen National Ballett Kosovo auf der Bühne des Schauspielhauses zusammen.

 

Konzept und Idee Ursula Gigler-Gausterer
Choreografie Darrel Toulon
Mit National Ballet of Kosovo, Tanzkompanie BWST, Tänzer mit gültigem Asylstatus in Österreich

 

THE LONG AND WINDING ROAD am 30. Juni, 20.00 Uhr, HAUS EINS

Wie geht es weiter? – Die Spielzeit 2017.2018

Das Publikum erwarten in der kommenden Saison 22 Premieren, darunter vier Uraufführungen und drei Österreichische Erstaufführungen.

 

Starten wird die nächste Spielzeit mit Werner Schwabs „Faust :: Mein Brustkorb : Mein Helm“ am 29. September. Von Lessings „Nathan der Weise“ über Molières „Tartuffe“ bis zu Thomas Manns „Der Zauberberg“ spannt sich danach der Bogen in HAUS EINS.

 

HAUS ZWEI wird am 30. September mit „Vereinte Nationen, einer Österreichischen Erstaufführung von Clemens J. Setz eröffnet.

 

„Böhm“ von Paulus Hochgatterer wird in der kommenden Saison inszeniert von Nikolaus Habjan, der auch an diesem Abend wieder eine Puppe zum Leben erwecken wird – Uraufführung am 22. März 2018. Den Abschluss auf der großen Bühne macht am 12. Mai 2018 „Das Alte Testament“ – ein Projekt und Bühnenspektakel von Volker Hesse, der in der aktuellen Saison „Geächtet“ inszenierte.

Der Vorverkaufsstart für alle Termine im September und Oktober hat bereits begonnen: Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten!

Interview mit Cyrano de Bergerac-Fechttrainerin Renata Jocic

Kampfszenen sind mehr Choreographie als Kampf, das Augenmerk liegt vor allem in der Entwicklung, in der Dramaturgie: es gibt einen Einstieg, einen Verlauf – und genau einen solchen Verlauf, der jeweils an die Figuren angebunden ist, gibt es auch in der Choreographie. Jede Rolle hat idealerweise also eine eigene Bewegungsmatrix.

Wir haben uns gerade bei diesem Stück entschieden, nicht mit Fakes zu arbeiten. Die Fakes erzählen unter Umständen von nur einem einzigen Blickwinkel, deuten etwas an oder auf etwas hin – die Choreographie, so wie ich sie entwickle, steht aber in direktem Zusammenhang mit den Figuren, im besten Fall übertragen sich die Charakterzüge der Figuren auf den Kampf.

 

Was durchlebt die Figur in einem Kampf?
Dieses Erlebte im Moment gibt auch der Figur nochmal einen anderen Atem, ein anderes Gefühl für den Körper.

Einen Plan B für die eine oder andere Bewegung gibt es nicht. Jede Bewegung ist verinnerlicht und an das Spiel angebunden, die Schauspieler müssen wissen, warum sie überhaupt da sind – das ist die Essenz. Aber es gibt natürlich auch Bewegungen, die belanglos sein können. Bewegungen, die als Aufhänger fungieren oder Bewegungen, die Sinn machen und eine Berechtigung haben.

Es gibt zwei große Kämpfe im Cyrano und einen Albtraum, eine kurze Sequenz, in der erkennbar ist, was tatsächlich erzählt wird, was es tatsächlich auf sich hat. Da kann man ganz genau erkennen, wie Körpersprache in einem Erzählstrang funktionieren kann. Und es gibt noch ein paar kleinere Raufereien…

„Das Schauspiel-Erlebnis des Jahres“: Nur noch wenige Vorstellungen!

Edmond Rostands berühmtes Liebesdrama „Cyrano de Bergerac“ feierte am 10. Juni umjubelte Premiere auf der Schloßbergbühne Kasematten.

Publikum und Presse zeigen sich euphorisch: „Ganz großes Theater!“, schreibt die APA. „Fesselnd, witzig, berührend“, so die Kleine Zeitung begeistert. „Jubelstürme für ‚Cyrano‘“, resümiert die Kronen Zeitung den von Markus Bothe inszenierten Abend.

Wer den romantischen Klassiker auf der Schloßbergbühne Kasematten noch erleben möchte, der hat dazu nur noch wenige Möglichkeiten: Von 28. bis 30. Juni sowie von 4. bis 6. Juli wird noch einmal auf höchstem Niveau gefochten, gelitten und geliebt.

„Wir sind Gerechte!“

Ein Schauspiel des SPIELKLUB 14+ über ein Attentat auf den russischen Großfürsten Sergej …

Auf der Bühne stehen junge Menschen im Alter von 14 bis 20 Jahren, konfrontiert mit den Problemen von morgen, die ihren Ursprung in unserem Gestern haben. Und die sie bitteschön lösen sollen. Heute noch.

Denn „auf dieser Welt ist kein Platz mehr für Geduld und langsames Reifen. Wir sind verdammt, größer zu sein als wir selber. Wir sind nicht mehr von dieser Welt. Wir sind Gerechte“.

Leitung Benedikt Greiner, Clemens Maria Riegler, Viola Novak
Dramaturgie Jennifer Weiss
Von und mit Bettina Zechner, Benedikt Kalcher, Elisabeth Reichenbrugger, Jana Rabofsky, Johanna Marauschek, Khalil Amiry, Lara Almbauer, Lena Stuhlpfarrer, Lotte Oberthaler, Lucia Neuhold, Matthias Dielacher, Mohsen Rezai, Rizwan Jonas, Roxanne Brugger

 

VORSTELLUNGEN von DIE GERECHTEN am 29. und 30. Juni, jeweils 20.00 Uhr, HAUS ZWEI

 

Tankred Dorst †

„Die wenigen Spuren ihrer Existenz bleiben rätselhaft.“ (Merlin in „Merlin oder Das wüste Land“ über die Menschheit)

Tankred Dorst ist verstorben. Mit großer Trauer haben wir heute diese Nachricht erhalten.
Mit seinem Weltepos „Merlin oder Das wüste Land“ (Regie: Jan-Christoph Gockel) eröffnete Intendantin Iris Laufenberg ihre erste Spielzeit 2015.2016 am Schauspielhaus Graz. Im Zuge dessen begegnete uns Tankred Dorst als freundlicher, kluger, weltoffener Mensch, der mit Leib und Seele Autor war. Diese Begegnungen werden uns in wertvoller Erinnerung bleiben. Unsere Gedanken sind bei allen, die ihm nahestanden.
Das Team des Schauspielhaus Graz

„Der richtige Weg ist der, auf dem der Mensch sich selber findet.“ (aus „Merlin oder Das wüste Land“ von Tankred Dorst und Ursula Ehler)

Iris Laufenberg: „Tankred Dorst war 1991 mein erster ‚Chef‘ am Theater nach meinem Uni-Abschluss. Er hatte gemeinsam mit Intendant Manfred Beilharz am Schauspiel Bonn das Festival Bonner Biennale gegründet. Mit Ursula Ehler und Tankred Dorst war ich für das Festival auf unvergesslichen Dienstreisen durch Europa und gemeinsame Erlebnisse auf Reisen schweißen zusammen. Vor allem dann, wenn die Begleitung solch gebildete und großzügige Weltenbummler sind, an deren Seite zu sein, jede Sekunde reines Vergnügen bedeutete. Ich bin unendlich traurig und meine Gedanken sind bei Ursula. Eurer beiden Liebe ist in der Tat tiefer als jeder Ozean.“

„Und einmal sollte Frieden sein für immer.“ (aus „Merlin oder Das wüste Land“ von Tankred Dorst und Ursula Ehler)

 

Bild 1: Tankred Dorst, Iris Laufenberg, Ursula Ehler | Bild 2: Leitungssitzung der Bonner Biennale 1993 mit Ursula Ehler, Tankred Dorst, ehem. Intendant des Schauspiel Bonn Manfred Beilharz, Iris Laufenberg, Irma Dohn, Herrmann Wündrich und Frieder Weber (von rechts nach links) | Bild 3: Tankred Dorst, Iris Laufenberg, Ursula Ehler (Maifestspiele Wiesbaden 2016) | Tankred Dorst, Ursula Ehler, Uwe-Eric Laufenberg (Maifestspiele Wiesbaden)
Die Bilder sind nicht zum Download und zur Veröffentlichung freigegeben.

Über Tankred Dorst auf nachtkritk.de
1925 im thüringischen Oberlin bei Sonneberg geboren, begann Dorst seine Schriftstellerlaufbahn in München, wo er in den 1950er Jahren für das Studenten-Marionettentheater „Kleines Spiel“ Stoffe der Weltliteratur von Lope de Vega bis Grabbe bearbeitete. Seinen Durchbruch als Dramatiker erlebte er 1960 mit dem an Brechts epischem Theater geschulten Einakter „Große Schmährede an der Stadtmauer“. Dorsts inhaltlich stets komplex gedachte Stücke wurzeln – trotz oft mythischer oder fantastischer Stoffe – in der Gegenwart. Besonders sein 1981 in Düsseldorf uraufgeführtes Achtstundendrama „Merlin oder Das wüste Land“ inspiriert Regisseure immer wieder zu grundsätzlichen Befragungen der Zeit. Seine Verfechter heben Dorsts konsequentes Eintreten für eine Perspektive des Einzelnen hervor, sein Misstrauen gegenüber Ideologien und verordneten Perspektiven der Geschichtsschreibung.

In seinen mehr als 50 Stücken setzte sich Tankred Dorst auf unterschiedlichste Weise mit den Fragen der menschlichen Existenz auseinander. Regisseure wie Peter Zadek, Dieter Dorn und Hans Neuenfels arbeiteten eng mit ihm zusammen. Neben Theaterstücken schrieb Tankred Dorst auch Libretti und Drehbücher. Viele Stoffe wurden gemeinsam mit Ursula Ehler entwickelt, mit der er seit Anfang der 1970er Jahre verheiratet war. 2009 wurde Dorst mit dem Verdienstorden des Landes Thüringen ausgezeichnet. 2010 wurde ihm der Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Würtemberg verliehen, im selben Jahr wurde er Ehrenbürger von Sonneberg. 2012 erhielt er für sein Lebenswerk den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“. (WDR / geka)

grazERZÄHLT

Erzählen und Zuhören: grazERZÄHLT

 

Folke Tegetthoff präsentiert ab 30. Mai das bereits 30. Internationale Storytelling Festival.

Das Festival hat sich zu einem der weltweit bedeutendsten, Europas größtem und Österreichs einzigem „Festival der erzählenden Künste“ entwickelt. Neben klassischen Erzählern aus aller Welt erwarten das Publikum auch ungewöhnliche Formen des „Storytellings“ wie Pantomime, Tanz, Figurentheater oder Clownerie.

 

Auch das Schauspielhaus wird wieder Aufführungsort einiger Veranstaltungen sein: So finden am 31. Mai zwei Matineen für Schüler*innen in HAUS EINS statt, am 1. Juni kann man sich von der „Matinee der Erzählenden Künste“ verzaubern lassen, am 2. Juni bei der „Langen Nacht der Märchenerzähler“ in fantasievolle Erzählwelten eintauchen oder am 3. Juni eine musikalische Märchenreise bei der „Familien-Matinee“ antreten.

Eine eigene Welt – zum Zuhören, Entschleunigen und Genießen!

Cyrano de Bergerac

Ein Sommer am Schlossberg: CYRANO DE BERGERAC

Seine Nase eilt ihm fast genauso weit voraus wie sein Ruhm. Und wer es wagt, ihn deswegen aufzuziehen, hat wenig zu lachen. Denn schließlich führt der Dichter Cyrano de Bergerac seinen Degen ebenso treffend, wie er seine Worte zu setzen vermag …

„Cyrano de Bergerac“ begeistert sein Publikum seit jeher durch treffsichere Pointen und anrührende Liebesszenen. Ab 10. Juni wird Edmond Rostands Klassiker nun auf der stimmungsvollen Schlossbergbühne Kasematten in der Regie von Markus Bothe zu sehen sein.

 

Andri Schenardi, Henriette Blumenau, Benedikt Greiner und Pascal Goffin entführen Sie diesen Sommer in die Welt von Fechtduellen, Liebesdramen und formvollendeter Poesie.

Und für alle, die in die Atmosphäre der größten historischen Waffenkammer der Welt eintauchen möchten, haben wir genau das Richtige: Gegen Vorlage Ihrer Eintrittskarte zu „Cyrano de Bergerac“ haben Sie die Möglichkeit eines einmalig freien Eintritts ins Landeszeughaus in Graz. Diese Aktion ist gültig bis 31. Juli 2017.

Ein Sommer auf den Kasematten: mitreißende Gefechte und große Emotionen!

Zum letzten Mal: „GEÄCHTET“

PRESSESTIMMEN

„Fulminante Premiere im Grazer Schauspielhaus. […] Das kluge Konversationsstück über Assimilationsdruck, Vorurteile, enge Welthaltungen kleidet Regisseur Volker Hesse in eine hoch künstliche und dabei emotional packende Inszenierung. […] Bemerkenswertes leistet das fünfköpfige Schauspielerteam: Benedikt Greiner ist als überanpassungsbereiter Amir ein hinreißender Angstbeißer, Evamaria Salcher eine selbstbewusste Verführerin Emily, die glaubt, dass ihr die Welt gehört. Florian Köhler legt als Isaac als vielschichtige Kuratorenkarikatur an, Mercy Dorcas Otieno gibt die kühle Aufsteigerin, Pascal Goffin berührt als zornbebender Hussein. Langer Applaus.“ (kleinezeitung.at, Nachtkritik, Ute Baumhackl, 12. Dezember 2016)

„[…] Eine erstaunliche Gesamtleistung.“ (kurier.at, Thomas Trenkler, 19. Jänner 2017)

„Ayad Akhtars Stück ‚Geächtet‘ berauscht im Grazer Schauspielhaus: reduziert, körperlich, intensiv. […]“  (Die Presse, Katrin Nussmayr, 14. Dezember 2016)

Zwei Paare geraten während eines Abendessens in einem New Yorker Appartement aneinander und aus einer anfangs harmlosen, intellektuellen Konversation heraus entwickeln sich Vorwürfe und Anschuldigungen, die zu Rollenkonflikten führen und den Abend eskalieren lassen. „Geächtet“ ist ein Stück der Stunde, das die alltäglicher werdenden Konflikte unserer Gesellschaft schonungslos auf den Punkt bringt. In der realistisch-prägnanten Art eines auf den dramatischen Konflikt zugespitzten well-made-plays erinnert dieses Kammerspiel an Yasmina Rezas berühmten „Gott des Gemetzels“. Auch hier tritt die animalische Seite des gebildeten, zivilisierten Menschen ungeschönt zu Tage, hervorgerufen durch Konflikte, die dicht am Puls unserer Zeit liegen.

ZUM LETZTEN MAL AM 12. Mai 2017, 19.30, HAUS EINS

Tickets und Infos www.schauspielhaus-graz.com

THE WORD WAS GOD – Eine Stückentwicklung

A phone call between a transgender man and a religious call centre operator, Victor and Frieda are thrown together with no choice but to try to communicate. Through stories, dreams and fantasies they struggle to find common ground.

Lina Hölscher und Kit Redstone absolvierten gemeinsam den Master in Performance Making am Goldsmiths College in London. Für ‚The Word Was God’ arbeiten sie nun erstmal wieder zusammen. Das Stück ist inspiriert von Kit Redstone Biographie. Er schrieb den Text für das Grazer Projekt, welches auf der Probe mit Ninja Reichert gemeinsam weiterentwickelt und perfektioniert wurde. Die Beteiligten stellten sich der großen Herausforderung und Sprachbarrieren und gelangten schließlich zu einem Theaterabend, der nicht nur informativ, sondern auch humorvoll und spannend ist.

Auf Englisch mit deutschen Übertiteln

gefördert von der Stadt Graz, dem Land Steiermark und dem Queer-Referat der Uni Graz

Mit Kit Redstone und Ninja Reichert

VORSTELLUNGEN am 11., 12. und 13. Mai 2017, HAUS DREI