Home / Allgemein / STARTBLOCK: Filmvorführung Nina Kusturica Diagonale

STARTBLOCK: Filmvorführung Nina Kusturica Diagonale

„Nina Kusturica: Draga Ljiljana und Ausschnitte aus Ciao Chérie“ Filmvorführung und Gespräch in Kooperation mit Diagonale am 13. November, 20.30 Uhr, HAUS DREI

Im Rahmen der Produktion „Cactus Land“ von Lily Sykes lädt die Diagonale und das Schauspielhaus die Filmemacherin Nina Kusturica am 13. November zum Gespräch ein. Das Stück „Cactus Land“ handelt von einem Kriegsreporter, der in seinem Hotelzimmer von seinen Erinnerungen an sein Leben im Bosnienkrieg und an den Krieg in seinem zwischenmenschlichen Dasein eingeholt wird. Was bedeutet Heimat und Familie, was bleibt nach dem Krieg und wie sieht die Rückkehr danach aus? Mit diesen Fragen nach Freiheit und Flucht und der konstanten Gegenwart von Abwesenheit beschäftigt sich ebenfalls die Regisseurin Nina Kusturica. Sie zeigt ihren Film „Draga Ljiljana“, der von der Rückkehr in die im Krieg verlorene Heimat handelt und Ausschnitten aus ihrer neusten Produktion „Ciao Chérie“. Im Anschluss findet eine Publikumsdiskussion mit ihr statt.

„Draga Ljiljana“, „ein Film über die Unmöglichkeit aus dem Exil nach Hause zurückzukehren; ein Roadmovie und ein Detektivfilm“ (Volker Heise), auf der Spur von etwas Unauffindbaren. Die gesuchte frühere Freundin Ljiljana, am Anfang noch von Wichtigkeit, wurde für Nina Kusturica „zu einem generelleren Begriff für etwas Verlorenes“. So begreift die Regisseurin die Recherche und Suche als Teil ihres Lebens. 15 Stunden Material erarbeitete sie intuitiv und verdichtete sie in sechs monatiger Schnittarbeit zu der Geschichte, die sie erzählen wollte.

Draga Ljiljana
Dokumentarfilm
Regie: Nina Kusturica
A/2001/31 Min./ 16mm/ 1:1,78/ Farbe/ Stereo
Deutsch, Bosnisch

Der Film „Ciao Chérie“ erzählt die Geschichte von Menschen in einem Call Shop, von großen Fragen der Herkunft und Grenzen, von der Suche nach Nähe und dem Bedürfnis einer Verbindung zum anderen Menschen. Geldüberweisungen zu den Familien in die Heimat, Kabinentelefongespräche zwischen Liebenden über eine Entfernung von tausenden Kilometern, zwischen Schwestern und Brüdern, die sich seit Jahren nicht gesehen haben, auch Elemente der Parodie auf das heutige Tele-Kommunikationsbedürfnis, der Kampf ums finanzielle Überleben und die Suche nach Liebe halten die ProtagonistInnen von „Ciao Chérie“ auf Trab.

Ciao Chérie
Spielfilm
Regie: Nina Kusturica
A/2015/90 min. DCP/ HD/ Farbe

Nina Kusturica, geboren 1975 in Mostar, Bosnien-Herzegowina, lebt und arbeitet in Wien als Regisseurin, Cutterin, Autorin und Produzentin. Sie studierte Regie und Schnitt an der Filmakademie Wien, nahm an zahlreichen internationalen und nationalen Filmfestivals teil und realisiert Spiel- und Dokumentarfilme. Für „Little Alien“ wurde sie zu mehr als 30 internationalen Festivals eingeladen und erhielt den Outstanding Artist Award (BMUKK – interkultureller Dialog) und den CHRIS-Award ‚Social Issues‘. Ebenfalls verfasst sie Beiträge für Zeitschriften und Publikationen, lehrt an der Universität Wien und leitet Regie- und Schnitt-Workshops.

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>